Leseclub-Rezensionen

Das begeistert unseren Leseclub!

Buch

15,00

Ziegen bringen Glück

Fleming, Anne

Buch

10,99

SPY - Highspeed London

Strobel, Arno

Buch

9,95

Tipp von Luisa, 12 Jahre: Die Pferde von Eldenau


In dem Buch „Die Pferde von Eldenau-Mähnen im Wind“ erzählt Theresa Czerny eine Geschichte über das Verständnis für Pferde, und die unterschiedlichen Ideen, was Pferde einem bedeuten können. Die einen nutzen Pferde als Sportgerät und die anderen sehen sie als Partner und guten Freund. So unterschiedlich die Ansätze auch sein mögen, beide können etwas voneinander lernen. Jannis ist Fridas neuer Nachbar und ein begeisterter Springreiter. Mit seiner Stute Dari hat er schon so manches Turnier gewonnen. Frida kann der Springreiterei nichts abgewinnen. Sie empfindet es als Tierquälerei mit Pferden die höchsten Hindernisse zu überwinden. Viel lieber galoppiert sie mit ihrer Stute Liv am Strand entlang. Als Dari immer nervöser wird und bei fast allen Hindernissen Stangen abwirft, beschließen Frida und Jannis mit ihr Gelassenheitstraining zu machen. Aber es wird einfach nicht besser! Was ist bloß mit Dari los? Gemeinsam versuchen Janis und Frieda es herauszufinden, trotz ihrer unterschiedlichen Vorstellung über den Umgang mit Pferden.

Gleich zu Beginn des Buches habe ich sofort Lust bekommen selber wieder aufs Pferd zu steigen. Die Geschichte hat mich sofort mitgerissen. Besonders deshalb, weil die Autorin die Kapitel immer abwechselnd aus der Perspektive von Jannis oder Frida geschrieben hat. So wird es nie langweilig und man erhält einen interessanten Einblick in die Gefühlswelt beider Hauptpersonen. Ich würde das Buch unbedingt pferdeverrückten Mädchen und Jungen ab 11 Jahren empfehlen.

Tipp von Emilia, 11 Jahre: Ziegen bringen Glück


Am Anfang hatte ich es schwer, in die Geschichte des Buches „Ziegen bringen Glück“ hineinzukommen. Nach einer Weile aber, bekommt man wirklich Spaß beim Lesen und irgendwann wollte ich dann gar nicht mehr damit aufhören. Die Geschichte handelt von einer kleinen Ziege, die auf einem Hochhausdach in New York lebt. Im Laufe der Handlung wird von verschiedenen Hausbewohnern erzählt und man findet heraus, wie die Ziege auf das Dach kam. Es ist spannend und nett geschrieben und ich würde es Mädchen oder Jungs von 9-12 empfehlen.

Tipp von Kolja, 12 Jahre: Spy - Highspeed London


In dem Buch geht es um einen Jungen (Nick Nader), der an einer geheimen Superagentenschule aufgenommen wird. Als er sieht wie einem Mädchen das Handy geklaut wird, sprintet er dem Täter hinterher. Der Täter rennt um eine Ecke in eine Sackgasse. Als Nick dort ankommt, ist der der Täter spurlos verschwunden.  Auf dem Boden ist ein Hüpfkästchenfeld aufgemalt und ein Zettel mit der Aufschrift "Springfield 24236". Nick findet das zwar seltsam, doch er springt in die Kästchen und findet einen riesigen Raum unter der Erde. Dort erfährt er, dass der Diebstahl gar nicht so real war. Es war seine Aufnahmeprüfung an der Schule. Nun steht ihm ein neues Leben bevor, in dem nichts mehr so ist, wie es mal war.

Ich finde das Buch gut, weil es sehr spannend und auch sehr lustig ist. Außerdem warten viele Überraschnungen auf einen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es etwas zu lange dauert, bis es spannend wird. Trotzdem würde ich das Buch sehr empfehlen.

Tipp von Emma, 13 Jahre: Der Fall des verschwundenen Lords


Der Fall des verschwundenen Lords von Nancy Springer ist der erste Teil einer Reihe über die Detektivin, und Schwester von Sherlock und Mycroft Holmes, Enola Holmes. Im ersten Teil geht es hauptsächlich um das Verschwinden der Mutter und die Entführung eines Lords, der Enola ́s erster Fall werden soll. Denn sie möchte auch eine eigenständige Detektivin werden und nicht mehr im Schatten ihrer Brüder stehen.
Nach einem Zähen Anfang, von dem man sich nicht abschrecken lassen darf, entspinnt sich eine spannende Geschichte, weil Enola und der Lord in ein Abenteuer entführt werden, in dem es um Schiffsbäuche und Korsetts geht. Ich empfehle dieses Buch Leserinnen ab ca. elf Jahren, die noch mehr über die Holmes Familie erfahren wollen und Abwechslungsreiche Krimis lesen wollen. Ich bin schon auf den zweiten Band gespannt, denn einige Rätsel wurden noch nicht aufgeklärt.

Tipp von Josephine, 11 Jahre: Land of Stories


In dem Buch geht es um die Zwillinge Alex und Conner. Ihre Großmutter schenkt ihnen ein Märchenbuch zum Geburtstag durch das sie in die Märchenwelt kommen. Um von dort wieder in die normale Welt zu kommen, müssen sie Gegenstände aus bekannten Märchen finden. Aber um herauszufinden welche, müssen sie erst durch ein Rätsel herausfinden. Sie lösen einen Teil des Rätsels. Doch die Gegenstände zu finden wird schwieriger als gedacht. Und zu allem Überfluss ist auch noch jemand anders auf der Jagd nach den Gegenständen. Dabei finden sie ein Geheimnis über ihren verstorbenen Vater heraus. Aber nicht nur über ihren Vater, sondern auch über ihre Großmutter und sogar über sich selbst. Alex hat in ihrer Schule nicht viele Freunde und sah die Märchenfiguren als ihre Freunde an. Conner hat zwar keine Kontaktprobleme aber Notenprobleme. Während Alex gar nicht mehr aus dem Märchenreich weg möchte kann Conner es nicht erwarten zurück zu kommen.
Es ist ein sehr spannendes Buch und es hat richtig Spaß gemacht es zu lesen. Es ist ein sehr dickes Buch aber dafür auch sehr gut. Man erfährt viel Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es auf jeden Fall!!! Sie treffen auf viele berühmte Märchenfiguren. Zum Beispiel Rotkäppchen. Das war sehr lustig.

Leseclub-Rezensionen 2

Davor und Danach

Singer, Nicky

Buch

19,00

Einmal Pech und elfmal Glück

Hollingsworth, Alyssa

Buch

14,95

Der Mantel

Jünger, Brigitte

Buch

17,00

Buch

18,95

Dry

Shusterman, Jarrod

Buch

15,00

Kritik von Helene, 14 Jahre: Davor und Danach


Nicky Singers Roman ,,Davor und Danach" spielt in nicht allzu ferner Zukunft, jedoch in einer Zukunft die man sich nur ungern so vorstellt. Nichts ist mehr, wie es heute (im Buch das ,,Davor") einmal war. Auf der Südhalbkugel herrscht Chaos, Tausende versuchen daher in den sicheren Norden zu fliehen. Auch die 14- jährige Mhairi, deren Großmutter auf einer kleinen Insel in Schottland lebt. Ursprünglich ist Mhairi Schottin, lebt jedoch mit ihren Eltern im Sudan. Nach einem Zwischenfall ist sie nun gezwungen, sich ohne ihre Eltern, auf den Weg zu ihrer Großmutter in Schottland zu machen.
Auf ihrer Flucht trifft sie auf viele Hindernisse, die sie jedoch geschickt zu überwinden weiß. Eines dieser Hindernisse ist ein kleiner Junge, um den sie sich anfangs widerwillig, doch später sehr liebevoll kümmert. Zusammen mit dem Jungen geht die Reise weiter, bis die beiden schließlich in Schottland, Mhairis Heimatland angelangen. Dort hat sich vieles verändert, was es für Mhairi und den Jungen umso beschwerlicher macht.
Das Buch behandelt viele aktuelle politische Themen wie Flucht, Überbevölkerung und den Klimawandel. Nicky Singer erschafft eine sehr realistische Dystopie, erklärt und erläutert diese jedoch nicht ausreichend. Das ist schade, da die Grundidee des Buches eigentlich sehr gut ist.
Durch die etwas emotionslose Schreibweise fällt es zu Beginn schwer sich in die Protagonistin hinein zu versetzen, was das Buch am Anfang nicht sehr fesselnd macht.

Das Buch und die Idee dahinter sind gut, aber ich hätte mir gewünscht, dass mich die Geschichte ein bisschen mehr fesselt und ausführlicher erklärt wird wie es zu so einem Szenario überhaupt kommen konnte.

Tipp von Emilia, 11 Jahre: Einmal Pech und elfmal Glück


Als ich den Klappentext las, dachte ich mir; naja, also, das klingt ja mehr nach einem Jungs-Klassiker. Doch; der Schein trügt! Bereits nach dem ersten Kapitel konnte ich nicht mehr aufhören, zu lesen. Es handelt von Sami, einem afghanischen Jungen, der mit seinem Großvater geflohen ist. Die Rubab des Babas (Großvater), ein traditionelles Instrument, wird gestohlen und damit Sami sie zurückbekommt, muss er 700$ verdienen, also beginnen die Tauschgeschäfte. So entstehen wunderbare Freundschaften und Hoffnungen. Das Buch ist so anschaulich, schön, traurig und gefühlsvoll geschrieben, dass ich es innerhalb einer Woche gelesen habe. Die Geschichte ist ganz und gar nicht nur für Jungs gedacht, aber ich würde sie erst ab 10 empfehlen, da es teilweise echt traurig ist.

Tipp von Muriel, 14 Jahre: Der Mantel


In dem neuen Roman von Brigitte Jünger „Der Mantel“, steht das in Frankreich lebende Mädchen Fanette im Mittelpunkt, das sich auf die Spuren der Vergangenheit eines alten Juden macht.

Mit ihrem geheimnisvollen Nachbarn Aron Schatz hat sich die 14-Jährige schon immer gut verstanden. Lückenhafte und unvorstellbare Kindheitserinnerungen aus der Zeit um die Herrschaft der Nazis  lassen Fanette neugierig werden. Als die Französin dann eine Chance auf einen Deutschland-Auslandsaufenthalt für Schüler bekommt, ist sie nicht mehr zu stoppen. Aron und ihr lustiger Freund Moumouche, ein Araber, helfen ihr bei den Reisevorbereitungen. In das kleine Dorf Fliesteden, in der Nähe von Köln, soll es gehen! Dort, wo der 95-jährige Aron in seiner Kindheit oft war.

In dem ruhigen, auf sie fast wie tot wirkenden Dorf angekommen, wird Fanette klar, wie schwer es ist, etwas aus der Vergangenheit zu erfahren. Während Moumouche , der den pflegebedürftigen Aron betreut, immer wieder kleine Erinnerungsstücke von diesem bekommt, kämpft sich Fanette  langsam durch die verlassenen Dorfstraßen, um sich von Zeitzeugen etwas erzählen zu lassen. Sie ist schockiert, als sie erfährt, dass die Juden plötzlich von so vielen Menschen abgelehnt und gemieden wurden – und kann Parallelen zur heutigen Zeit feststellen. Außerdem stellt sich die Frage: Kann ein ihr von Aron mitgegebener Abholschein eines alten Damenmantels, der den Krieg überlebt hat, noch mehr über den alten Freund und dessen Familie verraten?

Ich fand das Buch sehr spannend, weil man in die schreckliche Zeit des Zweiten Weltkriegs eintauchen kann. Und das aus der heutigen Perspektive, aus der Sicht von Fanette.

Der Schreibstil von Brigitte Jünger ist außergewöhnlich abwechslungsreich, da sich oft die Perspektiven ändern und auch frühere Quellen berichten. Es ist beeindruckend und berührend, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht.

Ich kann das Buch empfehlen, da es toll ist, diese neue Form von Erzählung in die Nazi-Zeit zu erleben. Der Roman ist aufrüttelnd und greift die großen aktuellen politischen Themen auf: Es wird deutlich, dass auch heute noch die Verfolgung wegen unterschiedlicher Religionen eine Rolle spielt.

Den Roman lege ich sowohl Mädchen als auch Jungen ans Herz, ab 12 bis 13 Jahren. Eigentlich sollten ihn aber auch Ältere und vielleicht sogar Erwachsene lesen, da diese Zeit niemals in Vergessenheit geraten darf.

Tipp von Charlotte, 11 Jahre: Agatha Oddly - Das Verbrechen wartet nicht.


Agatha ist Hobby-Detektivin und  führt eigentlich ein ganz normales Leben in London, bis auf einmal mehrere Dinge auf einmal passieren, die sie sich nicht erklären kann. Unter anderem wieso im Park ein unbekannter Motorradfahrer eine  ältere Dame anfährt und nicht mal genau hinschaut als die Dame zu Boden fällt. Oder wieso sich plötzlich eine unbekannte Person an sie ranschleicht und ihren Namen samt Adresse weiß. Und als es dann in ganz London kein fließendes Wasser gibt, stattdessen nur noch giftige Rotalgen, ist Agatha klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie beschließt zusammen mit ihrem besten Freund den Fall zu lösen. Dieses Buch würde ich ab 9 Jahren vor allem denjenigen empfehlen die Krimis und Gruselgeschichten lieben. Ich fand es sehr spannend, würde es allerdings nur Älteren empfehlen.

Tipp von Josephine, 11 Jahre: Ellingham Academy


In dem Buch geht um einen Mordfall, der seit Jahrzehnten nicht aufgeklärt wurde. Stevie Bell kommt an die Ellingham Academy um ihn auf zu klären. Mitten in der Nacht erscheint eine seltsame Schrift an der Wand, die einen Mord ankündigt. Als kurz darauf ein Mitschüler von Stevie tot aufgefunden wird, deutet alles auf einen selbstverschuldeten Unfall aus. Aber Stevie vermutet einen Mord. Genügend Schüler hätten ein Motiv… Als sie ihren Verdacht mitteilt, erscheint alles ganz logisch und die Ereignisse überschlagen sich. als das unterverdacht stehende Mädchen wegläuft bricht das Buch leider ab...
Das Buch ist sehr spannend und gut geschrieben. Die Kapitel spielen abwechselnd 1938 und ungefähr 2018. Es ist wohl ein weiterer Teil in Arbeit, weshalb der Mord im ersten Teil nicht aufgeklärt wird. Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und freue mich auf den 2. Teil!

Tipp von Thea, 14 Jahre: Dry


Sie nennen es „Tap-out“. Es ist eine Wasserkrise. Arizona und Nevada haben Kalifornien den Hahn zugedreht, wortwörtlich, denn die Wasserhähne verweigern plötzlich das kühle Nass. Mit einem Mal bemerken die Menschen, dass man Wasser eben nicht nur für den Pool und die Bewässerung des Vorgartens benötigt, sondern zum Überleben. Eine Massenhysterie bricht aus, denn in den Supermärkten ist das Wasser längst ausverkauft. Die Straßen sind verstopft von Autos, deren Besitzer vor der Katastrophe fliehen wollten, alle Flugtickets sind ausverkauft – es gibt kein Entkommen. Das bemerken auch Alyssa und ihre Familie, die verzweifelt auf der Suche nach Wasser sind.

Die Einzigen, die jetzt noch einen klaren Kopf behalten, haben sich einen Vorrat angelegt, wie Kelton, ein Mitschüler von Alyssa. Durch das „Tap-out“ sind schon bald Alyssa und ihr Bruder Garrett auf Keltons Hilfe angewiesen. Doch Vorsicht ist geboten, denn wer Wasser hat, wird zum Feind der Durstigen.

Man braucht seine Zeit, sich in das schnell startende Buch „Dry“ von Neal und Jarrod Shusterman hineinzufinden, da es direkt mit der Wasserkrise beginnt. Doch dadurch ist es von Anfang an sehr spannend.

In dem Roman wird das sehr aktuelle Thema, der Klimawandel, geschickt in eine finstere, jedoch faszinierende Geschichte eingewoben, die Jugendlichen, aber auch Erwachsenen die Folgen nahe bringt. Immer wieder musste ich selbst an den letzten heißen und trockenen Sommer denken, der ohne genügend Wasser gar nicht vorstellbar gewesen wäre...

Besonders gelungen finde ich, dass der Roman aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist. Außerdem zeigen die Autoren die Wasserkrise von allen Seiten, z.B. durch Snapshots, was hier im konkreten Fall kurze Erzählungen von hilfesuchenden Durstigen sowie von Wasser bringenden Helden sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Dry“ ein gelungener, spannender Roman ab 14 Jahren ist. Ich kann ihn allen, die sich für diese Problematik interessieren, empfehlen.

Leseclub - Rezensionen 3

Buch

16,95

Haus ohne Spiegel

Sandén, Mårten

Buch

12,00

Hexenlied

Michaelis, Antonia

Buch

20,00

Buch

9,95

Todesstreifen

Endemann, Helen

Buch

14,00

Tipp von Emilia, 12 Jahre: Die Unausstehlichen und ich- das Leben ist ein Rechenfehler


Bei diesem Buch kam ich sehr schnell und gut rein und es blieb bis zum Ende schön und glaubwürdig geschrieben. In „Das Leben ist ein Rechenfehler“ wird die Geschichte von Enni, einer 11-jährigen Waisen, erzählt. Sie hatte eine sehr nette Pflegefamilie und sogar einen tollen Bruder (Noah), jedoch werden die Beiden durch ein großes Missgeschick voneinander getrennt. Enni muss nun versuchen, zu Noah zu gelangen. Dafür braucht sie Hilfe von anderen Kindern in dem Halbinternat Saaks und muss Vertrauen haben. Das ganze Buch wird aus der Ich-Perspektive des Mädchens einem Psychodoktor erzählt. Ich finde, das Buch ist für Mädchen sowie Jungen geeignet und die Geschichte ist für den Leser lustig aber auch berührend. Es hat sehr Spaß gemacht zu lesen und ich würde es auf jeden Fall für Kinder von 10 bis 12 empfehlen!

Tipp von Charlotte, 11 Jahre: Haus ohne Spiegel


 

Das Buch „Haus ohne Spiegel“ ist aus der Sicht des Mädchens Thomasine geschrieben.Sie wohnt mit ihrem Vater, Onkel, Tante und Cousinen und ihrem Cousin in dem Haus ihrer Tante Henrietta, die schon sehr alt ist und bald sterben wird.Das komische am Haus ist, dass es gar keine Spiegel gibt. Eines Tages findet Thomasines kleine Cousine beim Verstecken spielen einen Schrank voller Spiegel und findet heraus, dass man damit in der Zeit zurück reisen kann. Dabei treffen sie das Mädchen Hettie, die macht, dass sich die Kinder verändern.Die stille Cousine fängt wieder an zu sprechen, der gemeine Cousin wird nett, die ältere Cousine bekommt Selbstbewusstsein. Und auch mit Thomasine passiert etwas...Das Buch ist überhaupt nicht gruselig, was am Anfang meine Befürchtung war (mag ich nicht so). Vielmehr erlebt man, wie man sich verändern kann, wenn man Dinge aus einer anderen Perspektive sieht. Außerdem lernt man, dass Familie wichtig ist.

 

Das Buch würde ich Jungen und Mädchen ab 11 Jahren empfehlen, die ruhige Bücher mögen, in denen nicht auf jeder Seite Action ist.

Tipp von Milla, 11 Jahre: Hexenlied


Mir hat das Buch „Hexenlied" sehr gut gefallen, vor allem weil es vom ersten Moment an spannend war. Das Buch ist großartig geschrieben und man konnte sich alles so lebhaft vorstellen, als wäre man ein Teil der Geschichte. 

Die Hauptfigur ist ein Junge namens Tim, der in einem kleinen Dorf mit seinem Vater und dessen neuer Freundin lebt. Tim ist eher schweigsam und nimmt Dinge wahr, die andere Leute nicht wahrnehmen. Zum Beispiel hört er, wie sich die Blätter einer Blume öffnen. In der Theatergruppe der Schule, in der Tim mitmacht, arbeiten die Schüler an einem Stück über eine mexikanische Hexe und dann beginnen die Dinge irgendwie geheimnisvoll zu werden. Tims Freunde schieben die merkwürdigen Ereignisse auf Lilith, die irgendwie anders ist als alle anderen, aber so einfach ist die Erklärung dann doch nicht. Als im Theatercamp dann der Lehrer verschwindet, wird es richtig spannend...

Ich konnte beim Lesen die Energie und Ruhe aus dem Buch fühlen. Am Ende hätte ich fast geweint weil es sehr traurig war, aber auf eine Art war auch eine gewisse Ruhe zu fühlen: so wie im  Buch beschrieben.

Ich finde auch dass der Einband sehr gut gestaltet ist. Er spiegelt den Charakter des Buches sehr gut wieder.

Tipp von Emilia, 12 Jahre: Nacht über Frost Hollow Hall


Schon die ersten paar Seiten sind so toll geschrieben, dass man das Buch durchsuchtet ;-)
„Nacht über Frost Hollow Hall“ handelt von der zwölf Jahre alten Tilly, die bei einer Mutprobe beim Schlittschuhlaufen einbricht und fast ertrinkt. Sie überlebt nur, weil ihr unter Wasser ein fremder Geist erscheint, der ihr hilft. Er will, dass die „Wahrheit ans Licht kommt“. Deshalb macht sie sich auf die Suche und vor will vor allem herausfinden, wer der Geist ist. Im Laufe des Buches wird auch über ihre privaten Probleme erzählt und man kann sich wunderbar hineinversetzen, auch wenn es in England, 1881 spielt. Man denkt vielleicht, es ist sehr viel Fantasy, aber das ist es gar nicht, weil es auch viel um Tilly und ihr Leben als ärmeres Mädchen in der Gesellschaft geht.
Das Buch ist gut ab 11 Jahren geeignet, eher für Mädchen.

Tipp von Oscar, 14 Jahre: Todesstreifen


Das Buch "Todesstreifen", geschrieben von Helen Endemann, erzählt eine berührende Geschichte über eine Flucht von Ost- nach Westberlin und wieder zurück.
Es beginnt mit einem Ost-West Leichtathletik Austausch Turnier bei dem zwei ähnlich ausehende Jungen, Marc und Ben, gegen einander antreten. Doch vor dem Crosslauf wird Ben (aus dem Westen) von Marc (aus dem Osten) gekidnappt um mit dem damit einhergehenden Identitätstausch in den Westen zu gelangen. Doch als Marc erfährt das sein Doppelgänger im Osten in großen Schwierigkeiten steckt läuft der Plan ganz schön aus dem Ruder. Nur mit Hilfe von Freunden und genialen Ideen lässt sich alles noch richten.
 
Ich finde das Buch sehr ansprechend, da es den großen Unterschied zwischen Osten und Westen interessant darstellt. Zudem schafft es mit einem Perspektivwechsel von Kapitel zu Kapitel zwischen Marc und Paul große Abwechslung. Ich würde es Jugendlichen ab 13 Jahren empfehlen.

Leseclub - Rezensionen 4

Endling (1)

Applegate, Katherine

Buch

15,95

Buch

17,00

Buch

18,00

Feuererwachen, Bd.1

Munda, Rosaria

Buch

20,00

Buch

24,00

Oben ohne

Nymphius, Jutta

Buch

13,00

Tipp von Lilli, 12 Jahre: Endling


Endling- die Suche beginnt, ein Buch geschrieben von Katherine Applegate, handelt  von einem weiblichen Dalkin namens Byx. Dalkins sind hundeähnliche Geschöpfe, nur sind sie schlauer, haben Daumen, können aufrecht stehen, sprechen und können mit ihren Gleitflügeln kurze Strecken durch die Luft gleiten. Byx lebt zusammen mit ihrem Rudel, das aus etwa 4 Familien besteht. Sie verstecken sich vor den Menschen, die die Dalkins ausrotten wollen, wegen ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit sofort heraushören zu können, wann jemand die Wahrheit sagt und wann jemand lügt und wegen ihres weichen Felles. Eines Tages schleicht Byx sich aus ihrem Versteck, weil sie das Meer, in dessen Nähe sie sich gerade befinden, auch einmal bei Tageslicht sehen will und nicht nur in der Nacht, der einzigen Tageszeit, bei der sich das Rudel herauswagen kann, ohne Angst zu haben, entdeckt zu werden. Als Byx am Meer ankommt, bemerkt sie ein winziges Ruderboot mit einem Wobbyk drin, der in Not ist. Während Byx noch überlegt, wie sie den Wobbyk retten könnte, tauchen hinter ihr am Strand plötzlich Wilderer auf. Als sie Byx entdecken, regnet es sofort Pfeile. Der junge Dalkin und der Wobbyk schaffen es gerade noch zu entfliehen. Als Byx aber zum Versteck ihres Rudels zurückkommt, bemerkt sie, dass in der Zwischenzeit Soldaten dagewesen sind. Ihre Mutter, ihr Vater, ihre Geschwister, das ganze Rudel, liegen leblos vor ihr. Innerlich zerrissen von Schmerz, Trauer und Wut will sie sich hinunter zu den Soldaten stürzen. Doch da trifft Byx ein Pfeil in die Seite. Als sie erwacht, ist Byx in Gesellschaft eines Mädchens, das als Junge verkleidet ist. Byx vertraut ihm zwar erstmal nicht, aber nach einiger Zeit und einigen Komplikationen werden die 3 doch noch gute Freunde. Auf einem Fest zum Aussterben der Dalkins (niemand ahnt von der Existenz Byxs) stoßen dann noch 2 weitere Gefährten zu der ohnehin lustigen Gruppe von verschiedenen Arten, ein Felijaga, genannt Gambler, und ein Mensch namens Luca. Sie machen sich zusammen auf, einem Gerücht folgend, das besagt, daß es eine schwimmende Insel gibt, auf der sich noch einige überlebende Dalkins befinden, die auf der Insel Zuflucht gefunden haben. Es ist ihre einzige Hoffnung auf andere überlebende Dalkins. Doch auf ihrer Suche müssen sie durch die Hauptstadt des Kaisers der Menschen. Ob das gutgehen wird...

Mir gefällt das Buch Endling- Die Suche beginnt sehr gut, vor allem, weil ich es sehr interressant finde, mal eine Geschichte aus der Sicht eines anderen Geschöpfes als der eines Menschen erzählt zu bekommen. Außerdem wurde sehr gut beschrieben, wie verzweifelt man sein kann, wenn man erfährt, daß man der Letzte seiner Art ist, daß man nun ganz allein ist, und wie es ist, wenn man das alles auch noch erfährt, kurz nachdem man mit ansehen musste, wie die ganze Familie und das ganze Rudel, alle die man liebt und wertschätzt, niedergemetzelt wurden. Wieviel Hoffnung man haben kann, in aussichtslosen Situationen, in denen man eigentlich gar nicht zu hoffen wagt. Erstaunlich fand ich auch, dass ein Buch, aus dem so viel Verzweiflung spricht, gleichzeitig auch so hoffnungsfroh, fröhlich und an manchen Stellen auch sehr lustig sein kann. Um ein Buch so zu schreiben, muss man meiner Meinung nach sehr gut Bücher schreiben können. Ich finde, dass das Buch gleichermaßen für Jungen und für Mädchen geignet ist. Das Buch ist auch sehr spannend, so spannend dass ich gar nicht mehr aufhören konnte und das Buch in einem Tag durchgelesen habe. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass erklärt wird, wie schnell aus Fremden, die sogar aus anderen Arten als der eigenen kommen, Arten die eigentlich verfeindet sind, gute Freunde werden können und wie diese Freunde dann eine neue Familie werden können.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Tipp von Josephine, 12 Jahre: Vortex


Vortex - der Tag, an dem die Welt zerriss: In dem Buch geht es um Elly. Seit dem Tag an dem die Urvortex über die Welt gezogen ist, ist alle durcheinander geraten. Städte wurden vernichtet, Menschen wurden mit Teilen der Erde vermischt und es gibt immer wieder kleinere Vortexe. Elly ist eine von vielen die beim Kuratorium dazu ausgebildet werden durch die Vortexe zu springen und die sogenannten ‚Splits‘ zu jagen. Am Tag ihrer Abschlussprüfung stellt sich heraus, dass sie Vortexe lenken kann und muss daraufhin fliehen. Sie entdeckt dass das Kuratorium nicht so gut ist wie angenommen, aber es fällt ihr schwer sich damit abzufinden. Im Endeffekt hilft sie den Rebellen und stellt sich somit gegen das Kuratorium.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders weil es sehr spannend war und eine Art postapokalyptische Zukunft vorgestellt hat. Es ist zwar ein Fantasy-Buch, befasst sich aber trotzdem etwas mit dem Thema Rassismus, was mir auf jeden Fall sehr gefallen hat, weil es leider immer noch ein aktuelles Thema ist. Es ist spannend geschrieben und ich habe es deswegen sehr schnell gewesen, obwohl es relativ umfangreich ist. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen!

Tipp von Emilia, 13 Jahre: Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete


Während ich das "Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete" las, war ich sehr berührt. Durch diese größtenteils wahre Geschichte wird der Leser angehalten, sich mehr mit dem Holocaust und der NS-Zeit zu beschäftigen. Es handelt von der katholischen Polin Stefania Podgórska, die unter anderem mit einer jüdischen Familie in Przemyśl aufwuchs. Das Buch spielt in der Zeit von 1936 bis Juli 1944, weshalb man die Geschichte von 13 versteckten Juden in ihrem Haus miterlebt. Der Leser kann dadurch besser verstehen, wie grausam und schrecklich dieser Abschnitt der Weltgeschichte gewesen sein muss.
Ich kann dieses wundervolle Buch von ganzem Herzen empfehlen. Da es auch Gewalt beeinhaltet, eher für Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 Jahren.

Tipp von Muriel, 16 Jahre alt: Feuer Erwachen


Er hatte schon davon gehört, dass ein ganz besonderer Zauber darin lag, von einem Drachen erwählt zu werden - dass der Drachen ein Band knüpfte, dass eine tiefe Verbindung entstand, die voller alter Magie war.“ Lee verlor seine Familie während der Revolution. Als Sohn eines grausamen Drachenherrn, sah er, wie der Zorn des Volkes auf seine Familie fiel und seine Visionen vom Herrschen über das untergebene Volk auslöschte. Annies Familie litt unter der Hungersnot und starb durch das Drachenfeuer ebendieser selbstsüchtigen Herrscher. Traumatisiert durch den Verlust ihrer Familien werden die beiden im Waisenhaus Freunde. Lernen über die jeweilige Welt des Anderen und finden bei dem anderen Trost. Schließlich werden sie durch die „Standesprüfung“ des neuen Regimes zu Drachenreitern auserwählt und kämpfen um den Rang des Ersten Reiters, der die Flotte der Stadt Callipolis anführt. Wenige Jahre nach der Revolution bahnt sich tatsächlich ein nächster Krieg an, denn die wenigen verbliebenen Verwandten Lees wollen sich ihr Reich zurückholen. Lee wird auf die Probe gestellt, denn er muss wählen, ob er lieber zu seiner alten Familie zurückkehren oder doch, Seite an Seite mit seinen Freunden, das neue Regime verteidigen will. Was macht das neue System besser als das alte? Sind die Bürger tatsächlich alle gleichberechtigt? Ist es besser, nach Leistung statt Herkunft einzuteilen? Und war der eigene Vater tatsächlich so grausam wie von allen behauptet oder einfach fürsorglich wie in seiner Erinnerung? Gleichzeitig darf niemand seine wahre Herkunft erfahren, denn die Wut auf die alten Herrscher ist immer noch groß. Annie spürt Lees wachsende Sorgen und kämpft außerdem, als ehemalige Leibeigene in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Während die beiden sich eigentlich darauf konzentrieren müssen, mit ihren Drachen für den Wettkampf um den Ersten Rang zu trainieren, rückt immer mehr die Konfrontation mit den Drachen der rachelüsternen Feinde näher. Welche Seite wählst du - Lee?

Mich hat das Buch schnell gefesselt, sodass ich jede freie Minute danach griff und der spannenden Geschichte der doch so unterschiedlichen Hauptpersonen folgte. Besonders interessant wurde das durch die wechselnden Perspektiven zwischen Annie, Lee und einem geheimnisvollen dritten Beobachter. Es ist spannend, in diese Welt der Drachen einzutauchen und das bleibt es auch, wenn man kein „Drachen-Fan“ ist, denn vor allem Politik und das Zusammentreffen der unterschiedlichen Welten Annies und Lees spielen eine große Rolle. Tatsächlich gibt es Parallelen zwischen der Fantasie-Welt und unserer, denn die Autorin Rosaria Munda hat zum Beispiel Platons Ideen der politischen Strukturen sowie Propaganda- und Zensurmaßnahmen eingearbeitet. So lernt man fast unbewusst etwas dazu und fühlt sich in die Zeit zurückversetzt, als noch Adelige herrschten und es Leibeigene gab. Annie, die ihre Schüchternheit zu überwinden versucht, Lee, der vor der Entscheidung steht, ob er lieber die Verbrechen an seiner Familie rächen will oder mit deren Mördern für mögliche Gerechtigkeit im Land kämpfen will ... all diese schwierigen, moralischen Dilemmas haben mich in einen Lesesog gezogen und lassen mich das Buch wärmstens für Jugendliche ab 13 Jahren empfehlen!

Ich hoffe gespannt auf einen nächsten Band!

Tipp von Muriel, 16 Jahre: Reckless 4


JEDER NEUE ORT ERKLÄRT UNS EINE NEUE REGION UNSERES HERZENS. ALS TRÜGEN WIR

DIE GANZE WELT AUCH IN UNSEREM INNERN UND MÜSSTEN SIE NUR NOCH ENTDECKEN.“

-

ORLANDO TENNANT IN RECKLESS 4

Die Reckless-Brüder Jacob und Will entdeckten bereits vor vielen Jahren hinter einem Spiegel

eine komplett neue Welt. Hier scheinen alle Märchen wahr zu sein - böse, kinderfressende Hexen

mit Lebkuchenhäuschen, der Dornröschenschlaf...

Nach vielen Abenteuern in dieser Welt wird es hinter den Spiegeln nun auch im 4.Teil spannend:

Jacob und seine Freundin müssen unbedingt einen Weg finden, um den Deal zu umgehen, nach

dem ein mächtiger sogenannter Erlelf, der den Namen Spieler trägt, ihr erstgeborenes Kind

bekommen soll - ähnlich wie beim Rumpelstilzchen. Dieser fürchtet eine Prophezeiung, dass das

noch ungeborene Kind ihm gefährlich werden könnte. Das Problem für Jacob und seine Freundin:

Erlelfen sind unsterblich und können ihre Gesichter wechseln, was sie trügerisch und schwer

durchschaubar macht.

Auch Jacobs Bruder sucht Kontakt zu einem Erlelfen - allerdings aus einem anderen Motiv: Er will

seine von einem Erlelfen geschaffene Geliebte, ein Mädchen aus Glas und Silber, von einer

Krankheit befreien.

Gemeinsam mit ein paar Freunden brechen sie zu der „Insel der Füchse“ auf - dort hoffen sie

einen Erlelfen zu treffen, der ihnen helfen kann. Ihre Pläne werden jedoch schnell von Spieler

durchkreuzt - die Gruppe wird auseinandergerissen. Jacob wird unter der Erde gefangen,

verzweifelt sucht seine Freundin ihn. Zugleich wird sein Bruder Will immer unsicherer, ob er

Spieler nicht doch vertrauen kann, weil er tatsächlich zu helfen scheint.

Gleichzeitig droht auch Gefahr von den Steinmenschen, die die ganze Welt beherrschen wollen.

Lässt sich das noch verhindern? Und wie kann man überhaupt unsterbliche Erlelfen auslöschen?

Von Tattoos, die zum Leben erwachen, Feen, Geistern, und einer Welt, die so unterschiedlich zu

unserer ist und doch Ähnlichkeiten aufweist - die Insel ähnelt beispielsweise Korea.

Verzaubert von Cornelia Funke - auch wenn man nicht alle Bände gelesen hat!

Obwohl ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, hatte mich die Geschichte schnell in ihren

Bann gezogen und ich hatte keine Verständnisprobleme. Nur manchmal wäre es gut, die anderen

Bände auch zu kennen, beispielsweise um zu erfahren, was genau es mit dem Deal zwischen dem

Erlelfen Spieler und Jacob auf sich hat. Durch die Perspektivwechsel zwischen den

Hauptpersonen kann man sich schnell in die schwierige Situation hineinversetzen und die Motive

aller Parteien nachvollziehen.

Mir gefällt besonders die märchenhafte Welt voller Überraschungen, da immer wieder Objekte

oder Geschichten erwähnt werden, die einem bekannt vorkommen - zum Beispiel das Karussell

aus Cornelia Funkes „Herr der Diebe“, das einen alt oder jung macht.

Am Anfang jeden Kapitels sind kleine Illustrationen der Autorin abgebildet, die immer etwas mit

dem folgenden Inhalt zu tun haben - und es bleibt bis zum Ende spannend!

Liebe, der Wunsch nach Unsterblichkeit, Macht und alte Rivalitäten...

Auf in unsere Parallelwelt - findest Du den richtigen Spiegel, um sie zu finden?

Tipp von Lisa, 12 Jahre: Oben ohne


Wie ich zu dem Buch kam: Ich lag in meinem Bett und fühlte mich...nun ja nicht

soo gut.Irgendwann kam meine Mutter zu mir, gab mir das Buch und hat mich gefragt ob ich eine Rezension dazu schreiben möchte. Normalerweise hätte ich abgelehnt, aber ich hatte momentan eh kein Buch. Also legte ich es neben mein Bett und starrte es an. Als ich mich endlich dazu aufraffte meinen Arm zum Buch auszustrecken um es zu lesen, betrachtete ich das Buch leicht skeptisch. Das Cover und der Name wirkten vielleicht eher abschreckend, aber als ich den Text auf der Rückseite las,fing es langsam an interessant zu werden. Außerdem galt ja als allgemeine Regel: „Don ́t jugde a book by it ́s cover“, sodass ich es aufschlug und anfing zu lesen. Ich war ziemlich schnell fertig. Es ging um ein Mädchen, Amelie, dass sich mit ihrem Körper unwohl fühlt. Sie sieht sich zu dem Thema Figur“ Videos an, die auch nicht gerade aufbauend sind... Oft benutzt sie Photoshop um ihren Körper mit dem von anderen Frauen auszutauschen, und leiht sich die zu großen Hemden ihres Vaters aus, weil sie sich für ihren Körper schämt. Amelies Eltern verstehen sich im Moment auch nicht gerade gut. In dem Buch entfernt sie sich auch immer mehr von Nicki, ihrem besten Freund den sie schon ewig kennt. Als Amelie sich mit Kira, einer Mitschülerin aus ihrer Klasse, trifft um an einem Vortrag zu arbeiten, ruft Kira plötzlich Elias, einem Jungen der zwei Klassen über ihr ist, an. Amelie und Elias fangen daraufhin an, öfter zu telefonieren. Er tröstet sie und bringt sie zum Lachen, aber in der Schule reden sie kaum miteinander. Doch eines Tages ruft Elias an. Aber diesmal nicht einfach so...

Ich finde das Buch echt gut. Es ist eines der Bücher, das ich immer wieder lesen kann. Beim ersten Mal als ich es gelesen habe, habe ich manchmal nicht zwischen den Szenen, die sich Amelie vorstellt, und der richtigen Geschichte unterscheiden können, und war etwas verwirrt.

Das Buch ist eigentlich für alle Altersgruppen ab 12 Jahren geeignet.

Leseclub - Rezensionen 4

Der Bus von Rosa Parks

Silei, Fabrizio

Buch

15,00

Buch

20,00

Hush - Verbotene Worte

Farrow, Dylan

Buch

19,95

Tipp von Muriel, 16 Jahre: Hush


„Hush ist eine Geschichte darüber, wie wichtig es ist, sich seine eigene Meinung zu bilden und einen Sinn für Gerechtigkeit in einem Umfeld zu bewahren, in dem es leicht ist - fast schon normal -, jemanden zu manipulieren und zu täuschen.“ 

~ die Autorin Dylan Farrow 

 

In der Fantasiewelt Montane wird gehungert und sich gefürchtet. Hunger, da das Land von einer Dürre befallen ist. Furcht, da alles, das irgendwie mit Schrift zu tun hat, verboten ist. Wer das Verbot missachtet, bekommt die „Flecken“. Der Name der Krankheit kommt von den „Tintenflecken“, die Adern färben sich blau und so breitet sich die Krankheit über den Körper aus und führt schlussendlich zu einem qualvollen Tod.

Anmutige und elegante Barden herrschen über Montane und werden für ihre gelegentlichen, gnädigen und magischen Beschwörungen gefeiert. So belohnen sie ein Dorf, das hohe Abgaben nach der Ernte liefert, beispielsweise mit einem großzügigen Regenguss. 

 

Shaes Bruder starb an den „Flecken“. Seitdem gelten sie und ihre Mutter als verflucht und werden von den anderen Dorfbewohnern gemieden. Shae weiß nicht mehr, was sie denken soll - vielleicht ist sie wirklich verflucht? Was gibt es sonst für eine Erklärung dafür, dass alles, was sie stickt, zum Leben erwacht? Dass die frischgestickten Tulpen auf dem Tuch auf einmal auf dem Waldboden vor ihr erblühen? Shae macht sich auf die lange Suche nach Antworten.

Wer sind eigentlich diese geheimnisvollen Herrscher - die Barden? Ist sie wirklich verflucht oder besitzt sie in Wahrheit eine Gabe? Inwiefern wird in diesem Land Gerechtigkeit ausgeübt - wo liegt Wahrheit und wo die Täuschung? Um nicht zu spoilern, habe ich Shaes wichtigste Frage, nach der sich all ihre Entscheidungen richten, nicht erwähnt! 

 

Mir hat „Hush“ sehr gut gefallen. Diese Welt ohne Bücher und Tinte scheint so geheimnisvoll und fremd! Besonders im Nachhinein bin ich sehr begeistert, denn dieses Buch regt intensiver als viele andere zum Nachdenken an. Besonders wenn man die Geschichte in Zusammenhang mit der Lebensgeschichte der Autorin Dylan Farrow setzt. Sie ist die Adoptivtochter des bekannten Regisseurs Woody Allen. Schon lange wirft sie ihm vor, sie sexuell missbraucht zu haben. Jedoch steht immer noch Wort gegen Wort und die Wahrheit ist noch nicht ans Licht gekommen. Nun sind in Dylans Debütroman - und vor allem in Verbindung mit ihrem Nachwort - durchaus Hinweise auf ihre Vergangenheit zu finden. So tauchen autobiografische Züge Dylans in der Hauptfigur Shae auf. Beispielsweise steht Shae oft vor der Frage, ob sie in einer Illusion gefangen oder in der Realität ist. Ob sie sich nur alles eingebildet hat, die Zweifel anderer also berechtigt sind, oder sie eben doch die Realität in Erinnerung hat. 

Fühlte Dylan sich nicht auch oft so, in dem Streit mit ihrem Vater? Das siebenjährige Mädchen, das ihren Vater, den beliebten Schauspieler Woody Allen, des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Umringt von vielen, die ihr Zweifel einsäten und sie nicht Ernst nahmen?

„Hush“ schreibt Wörtern eine ungeheure Macht zu, es geht um Manipulation und die Enttäuschung, wenn man auf einmal merkt, dass eine Person, die einem doch so nahestand, dunkle Motive hat. Ich finde es sehr spannend, die Geschichte in Bezug zu Dylans Biografie zu setzen und immer mehr Zusammenhänge zwischen den beiden zu finden! Es geht darum, verwobene Wahrheiten ans Licht zu bringen. Das fesselte mich und ich wollte dringend die Lösung all der Probleme herausfinden. Viele habe ich rausgefunden, jedoch längst nicht alle, die wohl erst im zweiten Band aufgelöst werden.

Auch in anderer Hinsicht scheint die Geschichte aktuell. Ich kam nicht drumherum, die Krankheit „Flecken“ mit Covid-19 zu vergleichen. Der Abstand und Misstrauen zu Infizierten und die Hilflosigkeit tritt bei beiden Krankheiten zutage. Wie geht man damit um, wenn seine Geliebten an einer solchen Krankheit sterben und scheinbar niemand mehr was von einem will?

Ein wenig hat mich die Geschichte auch an Harry Potter erinnert: Scheinbar gewöhnliche Menschen, die an sich magische Gaben feststellen. Mentoren, die ihren Lehrlingen beibringen, ihre Macht einzusetzen... Und dann eine Reihe von Hindernissen, die überwunden werden müssen um einen Gegenstand zu finden (der Stein der Weisen)! 

Ich empfehle das Buch allen Fantasiebegeisterten. Und jenen, die gerne noch einmal über die Geschichte nachdenken - denn einfach ist’s nicht! Das Unterscheiden von Wahrheit und Illusionen ist mühsam! :)

Tipp von Muriel, 16 Jahre: Meeresglühen


Meeresglühen - Geheimnis in der Tiefe von Anna Fleck

Buchrezension von Muriel Born

 

Das Berliner Stadtkind Ella freut sich, endlich zurück in ihrer zweiten Heimat, im britischen Cornwall, zu sein. Alles scheint wie gewohnt: Das schlechte Wetter, malerisch graue Fischerhäuser. Diese Normalität verflüchtigt sich jedoch schnell. Als Ella einen Spaziergang an der Küste macht, um eigentlich interessantes Treibgut zu finden, findet sie auf einmal was ganz Anderes im Atlantik! Tatsächlich treibt da doch ein waghalsiger Surfer im Wasser, der wohl den Sturm unterschätzt hat und bewusstlos ist. Einige Anstrengungen später hat Ella es tatsächlich geschafft, den regungslosen Jungen zu bergen. Genesen darf er nun auf einem abgelegenen Anwesen - bewirtet von zwei älteren Tanten und natürlich der besorgten Ella. Als er schließlich zu Bewusstsein kommt, scheint er zutiefst aufgeregt und geheimnisvoll, denn ein Arzt darf auf keinen Fall her! Sein Körper ist von seltsamen Narben und Mustern gezeichnet. Und als er dann schließlich wieder auf den Beinen ist, scheinen die normalsten Dinge für ihn befremdlich - Was ist Fußball? Wie benutzt man Besteck?

Überhaupt scheint Aris sehr paranoid und will unbedingt so schnell wie möglich „nach Hause“, das sonst dem Untergang nahe sei - aber wo ist das überhaupt? Wieso muss er dafür wieder einmal ins Meer? Wie magisch angezogen, kommt Ella langsam seinem Geheimnis auf die Spur und begibt sich nicht nur einmal in Todesgefahr...

 

Durch das wunderschöne, kunstvolle Cover - einem mit Wellen und golden changierenden Schnörkeln verzierten Kopf - motiviert,  begann ich das Buch zu lesen. Anfangs tat ich mich jedoch etwas schwer: Vieles klang so klischeehaft, ja mainstreammäßig geschrieben, wie zum Beispiel Ellas „innere Stimme“ („dämlich, dämlich, dämlich, hämmerte es in meinem Kopf“), die regelmäßig Kommentare zum Besten gab. Aber dieses Gefühl legte sich relativ schnell: Und ich hatte gar kein Problem mehr damit - denn man konnte sich so gut in Ella hineinversetzen! 

Und wer kennt es auch nicht? Die täglichen Dilemmas, mit denen man ringt und hin- und hergerissen ist, wie auch oft bei Ella und ihrer „inneren Stimme“. Außerdem zog mich das Buch nach ein paar Seiten doch ziemlich in seinen Bann, denn Action kam echt nicht zu kurz! Das fast 500-seitige Buch verschlang ich in zwei Wochen.

Eigentlich war ich auch vom Klappentext nicht begeistert, da ich ihn kitschig fand - und ich so zunächst einen eher trivialen, einfach gestrickten Liebesroman erwartete („Und nicht nur ihr Herz gerät dabei in höchste Gefahr“). Doch dann nahm die Geschichte einen ganz und gar nicht „gewöhnlichen oder typischen Lauf“. Das Leben unter Wasser - das wurde bisher eher selten, zumindest in meiner bisherigen Lektüre, thematisiert! So verzauberte mich die beschriebene, magisch wirkende Fantasiewelt. Außerdem gefiel mir, dass - quasi nebenbei - das Leben unserer Vorfahren in einer Ständegesellschaft mit Sklaven und die aufkommenden Widerstände dagegen dargestellt wurden.

Anna Fleck beschreibt ihre Welt detailreich und kreiert sehr aussagestarke Charaktere, so kann man sich alles sehr gut vorstellen! Ella zum Beispiel fällt immer ein humorvoller Kommentar ein und findet sich oft unbedacht in schwierigen Situationen wieder.

Das Buch ist für alle geeignet, die Sehnsucht nach dem Meer haben! Für Leser*innen, die sich besonders von einer Mischung aus Action, Fantasy und Romantik bezaubern lassen. Es bleibt von Anfang bis Ende spannend und zum Glück müssen wir auch gar nicht so lange auf den zweiten Teil warten, der schon in diesen Herbst erscheint!